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Spanien

Urlaub in Andalusien: Sevilla, Granada, weiße Dörfer und Costa de la Luz

Blick von der Brücke Puente Nuevo in Ronda über die Schlucht und das andalusische Umland
Foto: Benjamin Smith, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Flughäfen
Málaga (AGP), Sevilla (SVQ), Jerez (XRY), Almería (LEI), Granada (GRX)
Flugzeit
ca. 3 bis 3,5 Stunden ab Deutschland
Beste Reisezeit
März bis Mai und Ende September bis Anfang November

Andalusien ist der Süden Spaniens und für viele das Spanien schlechthin: Flamenco, Orangenbäume, maurische Paläste, weiße Dörfer auf Felsen und Sonne fast das ganze Jahr. Die Region ist groß, etwa so groß wie Österreich, und reicht vom Atlantik an der Costa de la Luz bis zum Mittelmeer an der Costa del Sol und der Costa de Almería. Mittendrin liegen Städte, die zu den schönsten Europas gehören.

Andalusien eignet sich für zwei Arten von Urlaub: eine Rundreise durch Sevilla, Córdoba, Granada und Ronda oder einen Badeurlaub mit Ausflügen. Am besten kombinierst du beides. Hier liest du, was dich in den einzelnen Städten erwartet, welche Küste zu dir passt und wann du fahren solltest. Einen Überblick über alle Regionen findest du auf der Seite zu Spanien.

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Warum Andalusien?

  • Weltkulturerbe am laufenden Band: Alhambra, Mezquita, Kathedrale und Alcázar von Sevilla.
  • Zwei Meere: ruhiges Mittelmeer und wilder Atlantik mit langen Sandstränden.
  • Ideales Rundreiseland: gute Autobahnen, kurze Distanzen zwischen den Städten.
  • Lebensfreude: Tapas-Bars, Feste, Flamenco und lange Abende auf der Plaza.
  • Ganzjährig reisbar: Frühling und Herbst für Städte, Sommer für die Küste, Winter für milde Sonne.

Die großen Städte

Sevilla

Die Hauptstadt Andalusiens ist warm, lebendig und voller Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale mit dem Glockenturm Giralda gehört zu den größten gotischen Kirchen der Welt, der Real Alcázar ist ein Palast mit traumhaften Gärten. Die halbrunde Plaza de España ist ein Fotomotiv für sich, der Stadtteil Triana am anderen Flussufer die Heimat von Keramik und Flamenco. Besonders voll und besonders eindrucksvoll ist es zur Karwoche (Semana Santa) und zur Feria de Abril.

Granada

Granada ist die Stadt der Alhambra, der berühmten Palastanlage der Nasriden mit ihren Innenhöfen, Wasserbecken und Gärten. Tickets solltest du Wochen im Voraus buchen, vor allem für die Nasridenpaläste mit festem Zeitfenster. Gegenüber liegt das alte maurische Viertel Albaicín mit engen Gassen und dem Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás.

Córdoba

Córdobas Mezquita-Catedral ist einzigartig: eine riesige Moschee mit Hunderten Säulen und rot-weißen Bögen, in deren Mitte eine Kathedrale gebaut wurde. Rundherum liegt die Judería, das alte jüdische Viertel mit Blumenhöfen. Im Mai öffnen viele Bewohner beim Patio-Fest ihre geschmückten Innenhöfe.

Ronda

Ronda liegt spektakulär auf beiden Seiten einer tiefen Schlucht, verbunden durch die Brücke Puente Nuevo. Die Altstadt ist klein, die Aussicht gewaltig. Ronda ist ein beliebter Tagesausflug von der Costa del Sol, abends nach Abfahrt der Busse wird es angenehm ruhig.

Cádiz und Jerez

Cádiz ist eine der ältesten Städte Europas, fast ganz vom Meer umgeben, mit Stadtstrand und entspanntem Flair. Jerez de la Frontera ist die Heimat des Sherrys und bekannt für Pferde und Flamenco. Beide lassen sich gut mit der Costa de la Luz verbinden.

Weiße Dörfer

Die Pueblos Blancos liegen vor allem in den Bergen zwischen Ronda, Jerez und der Küste. Die bekanntesten:

  • Arcos de la Frontera: auf einer Felskante über dem Fluss.
  • Grazalema: im gleichnamigen Naturpark, ideal zum Wandern.
  • Zahara de la Sierra: mit Burgruine über einem türkisfarbenen Stausee.
  • Setenil de las Bodegas: Häuser, die direkt unter überhängende Felsen gebaut sind.
  • Vejer de la Frontera: weiß, verwinkelt und nur wenige Kilometer von der Atlantikküste entfernt.

Die Strecke über diese Dörfer ist eine der schönsten Autotouren Spaniens, plane dafür zwei bis drei Tage ein.

Küsten und Strände

Costa de la Luz

Die Atlantikküste zwischen der portugiesischen Grenze und Tarifa hat lange, helle Sandstrände, Dünen und Pinienwälder. Conil de la Frontera ist ein lebendiger Badeort, Zahara de los Atunes und Bolonia sind ruhiger. In Bolonia liegt neben einer großen Wanderdüne die römische Ruinenstadt Baelo Claudia. Tarifa ist Europas Kite- und Windsurf-Hauptstadt, hier bläst fast immer Wind. Das Wasser ist kühler als im Mittelmeer, dafür sind die Strände weniger verbaut. Im Westen liegt der Nationalpark Doñana.

Costa de Almería

Der Osten ist trocken und fast wüstenhaft. Der Naturpark Cabo de Gata hat einsame Buchten und klares Wasser.

Camping in Andalusien

Für Camper ist die Costa de la Luz das Highlight: Rund um Conil, Caños de Meca, Zahara und Tarifa liegen viele Plätze in Pinienwäldern nahe am Strand. Auch am Cabo de Gata und rund um Granada und Sevilla gibt es Campingplätze, die sich als Basis für Stadtbesuche eignen. Andalusien ist ein beliebtes Winterziel für Wohnmobilreisende. Angebote findest du unter Camping.

In Tarifa kann der Wind den Strandtag ungemütlich machen. Wer einfach baden will, ist in Conil oder Zahara de los Atunes oft besser aufgehoben.

Welcher Urlaub passt?

UrlaubstypBeste Wahl
RundreiseSevilla, Córdoba, Granada, Ronda
StädtetripSevilla, Granada
Badeurlaub mit AusflügenCosta del Sol, Costa de la Luz
Surfen und KitenTarifa
Ruhe und NaturCabo de Gata, Grazalema, Doñana
CampingCosta de la Luz, Cabo de Gata
FamilienCosta del Sol, Conil

Organisierte Touren findest du unter Rundreisen.

Beste Reisezeit

ZeitraumStädte im LandesinnerenKüste
Dezember–Februarkühl, ca. 14–17 °Cmild, ca. 16–18 °C
März–Maiideal, ca. 20–28 °Cangenehm, ca. 19–24 °C
Juniheiß, ca. 31–33 °Cwarm, ca. 26–28 °C
Juli–Augustsehr heiß, oft über 38 °Cheiß, ca. 29–31 °C
September–Oktoberwarm, ca. 25–32 °Cwarm, Meer noch angenehm
Novembermild, ca. 18–20 °Cmild, ca. 19–20 °C

Sevilla und Córdoba gehören im Sommer zu den heißesten Städten Europas. Besichtigungen sind dann nur früh morgens und abends angenehm.

Anreise und Praktisches

  • Flugzeit: ca. 3 bis 3,5 Stunden nach Málaga oder Sevilla, beide gut ab Deutschland angeflogen.
  • Rundreise: Ein Mietwagen ist am flexibelsten. Sevilla, Córdoba und Málaga sind auch per Schnellzug verbunden.
  • Dokumente: Personalausweis reicht, für einen Abstecher nach Marokko brauchst du einen Reisepass.
  • Geld: Euro, Kartenzahlung fast überall.
  • Sprache: Spanisch mit starkem andalusischem Akzent, Englisch in Hotels und Touristenorten.
  • Zeitverschiebung: keine.
  • Tagesrhythmus: Mittagessen ab ca. 14 Uhr, Abendessen ab ca. 21 Uhr.

Eine klassische Route für 10 bis 14 Tage: Málaga, Granada, Córdoba, Sevilla, Cádiz, weiße Dörfer, Ronda und zurück an die Costa del Sol.

Andalusien auf der Karte

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Andalusien?

Für die drei großen Städte Sevilla, Córdoba und Granada mindestens sechs bis sieben Tage. Mit Ronda, weißen Dörfern und ein paar Strandtagen sind zwei Wochen ideal.

Muss ich Tickets für die Alhambra im Voraus buchen?

Ja, unbedingt. Die Tickets sind oft Wochen vorher ausverkauft, vor allem im Frühling und Herbst. Kaufe sie nur über die offizielle Seite oder einen seriösen Anbieter.

Welche Küste in Andalusien ist die schönste?

Die Costa de la Luz hat die natürlichsten und längsten Sandstrände, die Costa del Sol die beste Infrastruktur, das Cabo de Gata die einsamsten Buchten.

Ist Andalusien im Sommer zu heiß?

Im Landesinneren ja, dort werden im Juli und August oft über 38 Grad erreicht. An der Küste ist es deutlich angenehmer. Städte besuchst du besser im Frühling oder Herbst.

Dieser Reiseführer wurde sorgfältig erstellt. Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne ändern sich; prüfe sie kurz vor deiner Reise. Links zu Campings.com, Vacanceselect, Djoser, FerienparkSpecials, Booking.com, Trip.com und Viator sind Affiliate-Links.